Das kabellose Headset „Razer ManO’War“ im Test

Razer ManO’War
Kabelloses Surround-Sound-Headset

Razer erweitert mit dem ManO’War sein Produktfolio um ein weiteres Gaming Headset. Was das gute Stück drauf hat und wie es im Test abschneidet könnt ihr im folgenden Review nachlesen.

Über Razer:

Razer wurde 1998 im sonnigen Kalifornien gegründet. Der Fokus liegt auf der Herstellung von Computerhardware, speziell für den Gaming Bereich. Das Besondere hierbei ist, dass sie die meisten ihrer Produkte nach Tieren einer bestimmten Gattung benennen. So haben die Mäuse stets Namen mythischer Schlangenwesen, wobei die Tastaturen nach meinen persönlichen Angsttieren, den Spinnen, benannt sind.
Des Weiteren macht sich Razer  im eSport als Sponsor verschiedener Teams und Events stark, weshalb die Marke jedem Gamer eigentlich ein Begriff sein sollte.

Verarbeitung:

Das komplette Headset wirkt groß, von der Ohrmuschel bis zum Kopfbügel. Aber so wuchtig und klobig es auch wirken mag, es trägt sich super – dazu aber später mehr. Die Ohrpolster bestehen aus Kunstleder und sind mit weichem Memory-Foam gefüttert. Hierbei bieten die Hörermuscheln im halboffenen Design genug Platz damit sich auch überproportionale Zockerohren rundum wohl fühlen. An der Außenseite befindet sich jeweils ein farbig leuchtendes Razer-Logo. Der Kopfbügel ist ebenfalls breit gebaut was das Tragen sehr angenehm gestaltet.

Tragekomfort:

Die sehr großen Ohrmuscheln in Kombination mit der guten Polsterung bieten einen sehr hohen Tragekomfort. Selbst bei einer exzessiven Zockersession von 8 Stunden hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Headset unangenehm sitzt oder an irgendeiner Stelle drückt. Natürlich zählen solch lange Sessions zur Ausnahme und der vernünftige Zocker macht alle 60 Minuten seine 15 Minuten Pause *zwinker* Das Gewicht von nicht mal 400g ist sehr angenehm zu tragen und man hat nicht das Gefühl seine Nackenmuskulatur stärken zu müssen nur wenn man mal den Kopf ein wenig nach vorne beugt.

Datenblatt:

Datenblatt
• Kopfhörer:

  • Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
  • Impedanz: 32 Ω bei 1 kHz
  • Empfindlichkeit (bei 1 kHz): 112 ± 3 dB
  • Eingangsleistung: 30 mW (Max)
  • Treiber: 50 mm, mit Neodymmagneten
  • Innerer Ohrmuschel-Durchmesser: 60 mm
  • Verbindungstyp: Kabelloser USB-Transceiver
  • Kabellose Reichweite: 12 m
  • Kabellose Frequenz: 2,4 GHz
  • Akkulaufzeit: Bis zu 14 Stunden mit Chroma-Beleuchtung / 20 Stunden ohne Chroma-Beleuchtung
  • Ungefähres Gewicht: 375 g

• Mikrofon:

  • Frequenzgang: 100 – 10 kHz
  • Rauschabstand: > 60 dB
  • Empfindlichkeit (bei 1 kHz): -38 ± 3 dB
  • Aufnahmemuster: Unidirektional (aus einer Richtung)
Testsystem:

Prozessor: AMD FX-8370
Mainboard: ASUS M5A99X EVO R2.0
Grafikkarte: nVidia GeForce GTX 970
Arbeitsspeicher: 4x4GB DDR3
SSD: Samsung EVO 500GB
Soundkarte: Creative Sound Blaster Recon 3D
Netzteil: Enermaxx Revolution 85+ 840W
OS: Windows 10 Pro

Mikrofonqualität:

Bei einem Gaming Headset ist ein ordentliches Mikrofon für teambasierte Spiele, wie es z.B. Heroes of the Storm ist, unabdingbar. Dein Team muss dich klar und deutlich verstehen, ohne abgehackte Kommunikation oder dass man die Baustelle 2 Straßen weiter noch hören kann. Für den Test haben wir unseren Teamspeak 3 Server verwendet und den Channel mit dem besten Audio-Codec versehen, um eine optimale Grundvoraussetzung zu schaffen – und dann haben wir uns einfach mal in den Nexus gestürzt. Hierbei machte das Mikrofon eine sehr gute Figur, jegliche Spracheingaben meinerseits kamen klar und schnell bei meinen Teammates an. Dann klappt’s auch mit der Kommunikation! Danach sind wir auf die Voice-Tools Discord und Skype umgestiegen und auch hier konnte man nach einer kurzen Voicesensitivity-Anpassung die selbe Qualität genießen. Nebengeräusche gab es keine und Freunde, die mich auch aus dem echten Leben kennen meinten, dass mit dem ManO’War die Stimme natürlicher erscheint als mit anderen bisher verwendeten Headsets. Eine praktische Zusatzfunktion ist, dass man das Mikrofon bei Nichtgebrauch einfach in das Headset reinschieben kann.

Soundqualität:

Wir haben das Razer ManO’War in folgenden Spielen getestet: Heroes of the Storm, Overwatch, Diablo 3 und StarCraft II. Hierbei habe ich bewusst mehrere Genres ausgewählt um ein vielseitiges  Gesamtbild zu erhalten.

In Overwatch kann man sich blind auf sein Gehör verlassen. Dank des 50mm Neodymmagneten kann man sich super orientieren und hört genau, wo Schussgeräusche oder Laufbewegungen auftreten. Explosionen wirken kräftig, aber nicht übertrieben laut, und es gehen auch keine anderen Geräusche durch die Intensität der Explosion verloren. Und nicht nur im Shooter Genre überzeugt das Headset, sondern auch bei den anderen Titeln aus dem Hause Blizzard konnte ich keine Schwächen feststellen. Alle Sounds wurden klar und deutlich abgespielt, die Musik ist klangtechnisch ein Hochgenuss und man fühlt sich direkt im Spiel.

Software:

Wie auch bei anderen Razer-Produkten gibt es die Synapse-Software mitgeliefert. Mit dieser lässt sich die Hardware individuell einstellen und anpassen. Auf das ManO’War bezogen bedeutet das, man kann den Surround-Sound aktivieren, was ich in jedem Fall empfehle! Als Stereoheadset weiss es zwar auch zu überzeugen, aber warum sich mit weniger zufrieden geben. Zusätzlich kann man den Klang individuell mit Features wie Equalizer, Bass Boost und Voice Clarity einstellen, ganz wie es einem beliebt. Zusätzlich kann man die RGB-Chroma-Beleuchtung des Logos an den Ohrmuscheln farblich verändern, oder auch ausschalten und so die Batterielaufzeit verlängern. Die Bedienung selbst ist sehr intuitiv und benötigt keinerlei Erklärungsbedarf.

Fazit:

Mich konnte das Headset rundum überzeugen. Das Razer ManO’War spielt mit seinen 180€ natürlich in der oberen Region der Gaming-Headsets mit, jedoch ist es jeden Euro wert. Installation und Anschluss sind super einfach. Lediglich den Tranceiver an einen USB Port stecken, Headset einschalten und es kann losgehen. Lautstärke und Intensität von Mikro lassen sich mit Hilfe der beiden Rädchen am unteren Ende der Hörermuscheln einfach einstellen und mit einem Druck auf das Rädchen kann man auch einfach schnell das Mikro oder den Sound deaktivieren bzw. reaktivieren. Klang und Sprachqualität wissen sich auch beide zu überzeugen und lassen keine Wünsche offen. Optisch mag es vielleicht ein wenig klobig wirken, jedoch kauft man sich seine Headsets ja auch nicht primär nach Aerodynamik oder Optik sondern Leistungsfähigkeit. Mich persönlich stört diese Bauform jedoch kaum, es trägt sich super, klingt super und hat die von mir geliebten Leuchteffekte, die man sogar per Software kalibrieren kann. Wer also ein kabelloses Upper-Class Headset braucht, ist mit dem Razer ManO’War super bedient.

Quelle: Stormkings

About Flom

Ich spiele am PC seit ich denken kann. Habe mit Old School Adventures (Space Quest) angefangen und bin über Commander Keen dann bei Duke Nukem 3D gelandet. Seit dem bin ich dem Shooter Genre verfallen und mausere mich durch allerlei Genres. Meine Favoriten sind ganz klar 3D-Shooter und seit Heroes of the Storm auch das MOBA Genre. Daneben interessiere ich mich noch stark für eSport allgemein.

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