Epicgear Sonorouz SE Review

Heroes of the Storm ist ein Multiplayerspiel. Ergo spielt man es am besten im Team und im Idealfall nutzt man auch noch ein Voicetool um mit seinen Kollegen in Kontakt zu stehen und wichtige Absprachen einfach mit der Stimme zu kommunizieren. Da diese kausale Kette kaum widerlegbar ist, war es nur logisch, dass wir mal das ein oder andere Headset genauer betrachten, welches bei unserem Vorhaben ein wichtiger Teil wäre.

Epic Gear hat ein neues Headset herausgebracht. Das Sonorouz SE kommt als Gaming Headset für 69,90€ auf den Markt und nimmt den Kampf mit der Konkurrenz auf. Wir haben das epische Equipment genauer unter die Lupe genommen und werden euch in der folgenden Review zeigen, ob es sich lohnt dieses in euer Arsenal mit aufzunehmen oder lieber die Finger davon zu lassen.

Technische Details

  • Virtueller 7.1-Surround-SoundIMG_2138
  • 40-mm-Lautsprechertreiber
  • Kopfhörer-Übertragungsbereich: 20Hz-20KHz
  • Mikrofon-Übertragungsbereich: 100Hz-10KHz
  • Vergoldeter USB-2.0-Anschluss
  • Unidirektionales Mikrofon
  • Digitale Kabelfernbedienung
  • Einklappbarer Mikrofonarm
  • Dreh- und klappbare Ohrmuscheln
  • Verstellbarer Kopfbügel
  • Ohrumschließende Ohrmuscheln
  • 4mm gewebeummanteltes Kabel mit Zugentlastung
  • Kabellänge: 3m
  • Gewicht: 410g
  • 1 Jahr Garantie

Design

Angelehnt ans klassische Schwarz-Rot hat Epic Gear mit Schwarz-Neonlachs (Sorry, aber als Männer fehlt uns hier das Fachwissen zur Farbbenennung) nur wenige Nuancen Änderung genutzt, um eine ansehnliche Alternative zu schaffen. Auch macht das Oberflächenverhältnis der Farben einen soliden und seriösen Eindruck und das Headset wirkt nicht wie ein buntes Legogebilde. Die einzelnen Komponenten sind schlicht gehalten und schaffen ein einheitliches Bild. Beim Kabel ist das Farbverhältnis anders aufgebaut, was allerdings im Dunkel eines Gamingbunkers für eine gute Sichtbarkeit sorgt. Das neonlastigere Farbverhältnis macht dabei einen femininen Eindruck, was man allerdings keinesfalls als Nachteil ansehen sollte, denn auch Nova und Valla stehen den männlichen Helden in nichts nach.

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Bei der, am Kabel befestigten, digitalen Fernbedienung wurde designtechnisch auf jeglichen Schnickschnack verzichtet. Einzig die Neon-Lachsfarbene Mute-Taste in Form eines X sticht dabei hervor und ist damit auch beim geringstmöglichen Lichteinfall gut sichtbar.

Verarbeitung

Das Headset selbst besteht typischerweise zu 99% aus Kunststoff. Damit ist ein sehr leichtes Gesamtgewicht gegeben, welches kaum spürbar ist. Es wirkt dem ersten Anschein nach qualitativ hochwertig und beim zweiten Blick fallen wirkliche Makel irgendwie auch nicht auf. Jedenfalls keine, welche für diese Preisklasse relevant wären. An den Gelenkverkleidungen mit L und R für die Seitenanzeige ist eine unsaubere Gußabtrennung erkennbar. Diese fällt allerdings weder bei der Beweglichkeit noch beim Tragekomfort ins Gewicht.IMG_2177

Das in zwei Richtungen schwenkbare Mikrofon ist schlicht gehalten und bringt was es muss. Zwar fehlt es an Flexibilität bei der Ausrichtung, dafür haben wir allerdings einen sehr robust wirkenden Mikrofonarm.

Das Kabel ist sehr gut isoliert. Auch mehrfache Versuche mit dem Gamingstuhl drüber zu fahren, konnten ihm nichts anhaben. Dabei fiel das Darüberfahren selbst schon schwer aufgrund des Durchmessers der Isolierung. (Diese unorthodoxe Methode fiel uns ein, weil dabei schon mehrere unserer alten Headsets über den Jordan geschickt wurden.) Insgesamt macht das Sonorouz SE beim Thema Verarbeitung einen guten Eindruck.

Tragekomfort

Wenn etwas für Spieler wichtig ist, dann der Komfort bei ihrem Equipment. Eine unhandliche Maus bringt ebenso wenig Freude wie ein unbequemes Headset. Der Spielspaß leidet schnell und die daraus folgende Ablenkung wirkt sich aufs Spiel selbst aus.

Mit dem Bügel aus einem Kunststoff-Schaumstoffmix macht das Sonorouz SE einen guten Anfang. Man spürt nur einen leicht umschließenden Druck auf dem Kopf, welcher so gering ist, dass sich diese Zeilen, dies zu beschreiben, kaum lohnen. Oder eben gerade deshalb. Die Bügel, welche den oberen Bügelteil mit den Ohrmuscheln verbinden, haben keinen Körperkontakt und können daher auch schwer unbequem sein.

Bei den Ohrmuscheln haben wir allerdings ein kleines Dilemma festgestellt. Der mit Kunststoff ummantelte Schaumstoffteil, welcher direkt am Kopf liegt, ist definitiv bequem. Auch sorgt er für eine gute Schallisolierung. Diese Isolierung ist allerdings nicht nur im akustischen Bereich gut, sondern auch im Bereich der Atmungsaktivität. Bei einer Dauernutzung von mehreren Stunden kommt es daher zur Transpiration um das Ohr herum. Das konnten wir feststellen, weil wir es den ganzen Tag mit uns herumtrugen. Beim normalen Gaming sollte es allerdings normal sein, das Headset hin und wieder abzunehmen, spätestens in der Pinkelpause oder nach einem intensiveren Gefecht im Nexus.

Das Mikrofon selbst hat zwar keinen direkten Kontakt zu unserem Körper, allerdings hat es unserer Meinung nach doch Relevanz für den Komfort. Denn was ist störender als beim Trinken mit dem Glas oder der Dose ständig ans Mikrofon zu knallen? Das stört nicht nur einen selbst, sondern auch die Spielgefährten im Teamspeak oder Skype. Durch die geringe Flexibilität des Mikrofonarms und die Schwenkbarkeit seitlich parallel zum Kopf ist das Mikrofon allerdings außerhalb des Trinkbereichs und hat damit keinerlei negative Auswirkungen.

Specials

Das Sonorouz SE wartet mit  ein paar Specials auf, welche uns den Kampf im Nexus etwas erleichtern sollen. So haben wir z.B. direkt am Headset einen Zugschutz für das Kabel, welches beim regelmäßigen Festhängen an Schreibtisch, Stuhl und Co für einen höheren Schutz des Kabelanschlusses sorgt. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie praktisch dieser unscheinbare Zusatz ist. Außerdem hat die digitale Steuereinheit eine Mutefunktion, welche einen schnellen Kontakt mit der Außenwelt gewährleistet, ohne die konzentrierte Ruhe in der Teamspeak- oder Voicegruppe zu stören.

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Klangqualität

Insbesondere bei Heroes of the Storm ist es wichtig einen sauberen Sound zu bekommen. Natürlich können wir Ingame die diversen Lautstärkeeinstellungen variieren, was aber alles nichts bringt wenn die Kopfhörer schlecht sind. Das Sonorouz SE wartet hier mit sattem Virtual 7.1-Surround-Sound auf. Man hört jedes noch so winzige Detail glasklar. Auch sind die Bässe ordentlichen und die erschütternde Explosion von Sgt. Hammer hat hier einen ordentlich Bumms.

Ebenso fällt dank des 7.1-Surround-Sounds eine akustische Orientierung im Nexus nicht schwer. Egal ob über, unter oder seitlich des Bildschirmmittelpunktes, den Unterschied kann man hören.

Gehört ihr allerdings eher zu den Spielern, die gerne auch mal ohne verbale Kommunikation mit einem Team auskommen und Musik im Hintergrund laufen haben, dann ist dieses Headset explizit zu empfehlen. Egal ob harte Bässe oder die lieblichen Töne einer Harfe, hier kommen wir auf unsere Kosten. Sehr zu empfehlen ist „Der Ritt der Walküren“ von Richard Wagner. Kommt gerade zu Beginn eines Teamfights sehr gut. Wer Apocalypse Now kennt, wird wissen, was wir meinen.

In Sachen Klangqualität kann das Sonorouz  SE definitiv auftrumpfen.

Soundoutput

Mit einem Headset kann man genau 3 Dinge tun.

  1. Hören
  2. Sprechen/Singen
  3. Aussehen wie Mickey Mouse

Da wir Punkt 1 schon fertig haben, nicht musikalisch sind und Punkt 3 bei wohl jedem Headset zutrifft, befassen wir uns nun mit dem Soundoutput von dem was wir sagen. Dies ist natürlich wichtig, da ein „Fokus auf Valla!“ eine direkte Niederlage bedeutet, wenn das Team versteht „Lokusgeballer“ und anschliessend niedergemäht wird.

Hierfür haben wir mit unterschiedlichen Kollegen aus der Redaktion und anderen Spielgefährten getestet. Soviel sei gesagt, man wird verstanden. Allerdings nicht in der Qualität in der wir auch die anderen hören.

Durch die hervoragende Schallisolierung der Ohrmuscheln, wird außerdem verhindert, dass Sounds von Mikrofon aufgenommen werden, selbst wenn man den Lautstärkeregler voll auffährt.

Preis

Mit 69,90€ haben wir es bei dem Sonorouz SE mit der Kategorie Mittelklassewagen zu tun. Betrachtet man unter diesem Aspekt die Durchschnittlichkeit als Vergleichsmaßstab, schneidet das Headset sehr gut ab. Wenn auch beim Soundoutput das Mittelmaß erreicht wird, wird dieses kleine Manko mit der Tonqualität und dem Tragekomfort unserer Meinung nach mehr als wieder ausgeglichen.


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Epic Gear Gaming Headset SonorouZ SE

Fazit

Das Sonorouz SE kann definitiv kein Fehlkauf sein, egal ob als Einstiegsmodell oder bei der Suche nach einem neuen Gerät. Für das professionelle Spielen von Heroes of the Storm halten wir es definitiv für geeignet. Es sieht gut aus, ist sehr robust und bringt auch sonst alles mit, was wir brauchen. Wenn man sich nicht mit billigen Geräten herumschlagen will und kein Geld für die Oberklasseluxusartikel hat, dann ist dieses Headset definitiv eine Anschaffung wert.

Quelle: Review

About soxbomb

Als Zocker der ersten Stunde spiele ich alles was mir unter die Finger kommt. Am besten aber bin ich im Shooter Genre aufgehoben, als ehemaliger eSportler / Counterstriker liegt mir das Genre und dessen Community besonders am Herzen. Aber auch der Blick über den Tellerrand bleibt natürlich nicht auf der Strecke. So zocke ich auch gerne mal das ein oder andere Rollenspiel und auch Strategie Spielen oder tollen Indie Titeln bin ich nicht abgeneigt.

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