Detachment

Detachment: Space Wolves, Black Templars und Deathwatch erhalten neue Regeln

Das Detachment steht auch bei der nächsten Vorschau zum kommenden Codex: Space Marines im Mittelpunkt. Nach den Blood Angels und Dark Angels zeigt Games Workshop nun die Überarbeitungen für Space Wolves, Black Templars und Deathwatch. Alle drei Space-Marine-Fraktionen erhalten neue beziehungsweise überarbeitete Kontingente und Regeln.

Space Wolves: Grey Hunters werden flexibler und passendes Detachment

Die Space Wolves profitieren zunächst von vielen allgemeinen Verbesserungen, die auch andere Space Marines erhalten. Zahlreiche Datenblätter bekommen beispielsweise einen zusätzlichen Punkt Widerstand. Darunter auch Björn Wolfsklaue. Gleichzeitig wurden verschiedene Fähigkeiten an die neuen Grundregeln der Space Marines angepasst. Eine besonders interessante Änderung betrifft die Graumähnen. Die Einheit muss weiterhin mit zehn Modellen aufgestellt werden, kann aber bereits vor der Aufstellung in zwei Einheiten mit jeweils fünf Modellen aufgeteilt werden. Damit können die Space Wolves ihre Einheiten deutlich flexibler über das Schlachtfeld verteilen und gleichzeitig mehrere Missionsziele unter Druck setzen. Gerade bei Missionen, in denen Aktionen und die Kontrolle verschiedener Bereiche wichtig sind, kann diese Änderung eine wichtige Rolle spielen.

Auch die Space-Wolves-Kontingente werden angepasst. Saga of the Beastslayer kehrt mit kleineren Änderungen für 1 Kontingentpunkt (KP) zurück, während Saga of the Great Wolf weiterhin 2 KP kostet.

Das Champions of Fenris-Kontingent wird dagegen deutlich aggressiver. Alle drei bisherigen Gefechtsoptionen werden durch neue ersetzt. Eine davon erlaubt einer Adeptus-Astartes-Charaktereinheit, im Nahkampf Treffer- und Verwundungswürfe von 1 zu wiederholen. Eine weitere reduziert den Schaden gegen eine ausgewählte Charaktereinheit um 1, bis die gegnerische Einheit ihre Attacken abgehandelt hat.

Die verschiedenen Detachment-Optionen der Space Wolves können außerdem mit den Kontingenten des neuen Codex: Space Marines kombiniert werden.

Black Templars: Die Gelübde kehren ins Detachment zurück

Bei den Black Templars fällt die Überarbeitung umfangreicher aus. Ihre drei Kontingente Fist of the God-Emperor, Vow-sworn Crusaders und Marshal’s Household wurden entweder neu eingeführt oder deutlich verändert. Eine zentrale Änderung betrifft die Armeeregel. Die Black Templars verwenden künftig ebenfalls die neuen Kampfdoktrinen der Space Marines. Ihre charakteristischen Templergelübde werden dafür in das Vow-sworn Crusaders-Kontingent verschoben.

Zu Beginn der ersten Schlachtrunde können die Black Templars eines von drei Gelübden auswählen. Dieses bleibt anschließend bis zum Ende der Schlacht aktiv:

Verabscheue die Hexe, vernichte die Hexe

Nahkampfattacken gegen Psioniker erhalten Präzision und Lanze.

Nimm jede Herausforderung an, ganz gleich, wie groß die Chancen sind

Nahkampfattacken gegen eine Einheit mit höherem Widerstand als der eigenen Stärke erhalten +1 auf Verwundungswürfe.

Halte die Ehre des Imperators hoch

Infanterieeinheiten können kontrollierte Missionsziele am Ende der Bewegungsphase sichern. Außerdem können sie nach einem Vorrücken weiterhin für eine Aktion infrage kommen.

Das Vow-sworn Crusaders-Kontingent kostet nur 2 KP und lässt sich deshalb mit verschiedenen Kontingenten für 1 KP aus dem neuen Codex kombinieren. Besonders interessant ist dabei die Verbindung mit der Angriffsdoktrin, die Vorrücken und Angreifen ermöglicht.

Der Champion des Imperators wird noch gefährlicher

Auch der Champion des Imperators erhält einige Änderungen. Seine Fähigkeit Sigismunds Erbe verleiht seiner Einheit künftig +1 auf Angriffswürfe. Gleichzeitig wurde Tödliche Verwundungen aus der bisherigen Sonderregel entfernt und direkt in das Profil des Schwarzen Schwertes integriert. Der Angriff Schlag verfügt nun über Anti-Charakter 5+, Tödliche Verwundungen und Präzision. Damit bleibt der Champion des Imperators ein gefährlicher Spezialist für die Jagd auf wichtige gegnerische Charaktermodelle.

Fist of the God-Emperor: Crusader Squads rücken vor

Das neue Fist of the God-Emperor-Kontingent konzentriert sich dagegen auf eine der bekanntesten Einheiten der Black Templars: die Crusader Squads. Das Kontingent übernimmt eine frühere Fähigkeit des Vindication Task Force-Kontingents, mit der Crusader Squads zusätzliche Bewegungen in Richtung von Missionszielen durchführen konnten. Dazu kommen neue Gefechtsoptionen und Verbesserungen, die speziell auf diese Infanterieeinheiten zugeschnitten sind. Eine entsprechende Verbesserung erlaubt einer Crusader Squad beispielsweise, Vorrückwürfe zu wiederholen. Größere Einheiten können dadurch noch zuverlässiger auf Missionsziele vorrücken und ihre zahlenmäßige Stärke ausspielen.

Deathwatch: Neue Detachment-Möglichkeiten für Kill Teams

Auch die Deathwatch erhält ein überarbeitetes Detachment. Das bekannte Black Spear Task Force-Kontingent bleibt mit 3 KP erhalten. Seine Regeln verbinden die Missionstaktiken der Deathwatch künftig stärker mit den Kampfdoktrinen der Space Marines. Zusätzlich wurden einige Gefechtsoptionen angepasst. Die wohl interessanteste Neuerung ist jedoch das neue Deathwatch Support-Kontingent für lediglich 1 KP. Damit können bis zu 500 Punkte Deathwatch als Unterstützung in eine andere Space-Marine-Armee aufgenommen werden. Wer also beispielsweise ein einzelnes Elite-Kill-Team einsetzen möchte, kann dieses künftig wesentlich einfacher in eine andere Space-Marine-Armee integrieren.

Missionstaktiken treffen auf Kampfdoktrinen

Besonders interessant wird das neue Detachment-System bei der Deathwatch durch die Verbindung ihrer Missionstaktiken mit den Kampfdoktrinen.

Je nachdem, welche Doktrin für die Einheit aktiv ist, erhält die entsprechende Missionstaktik einen anderen Bonus:

  • Verwüsterdoktrin – Furor-Taktiken: Die Attacken erhalten Anhaltende Treffer 1.
  • Taktische Doktrin – Malleus-Taktiken: Die Attacken erhalten Tödliche Treffer.
  • Angriffsdoktrin – Purgatus-Taktiken: Attacken gegen eine feindliche Einheit innerhalb von 9 Zoll erhalten Präzision.

Damit kann die Deathwatch ihre Kill Teams abhängig von der aktuell aktiven Kampfdoktrin auf unterschiedliche Aufgaben ausrichten. Auch Beacon Angelis bleibt erhalten. Mit dieser Verbesserung kann ein von einem Charakter angeführtes Kill Team weiterhin die Fähigkeit Schocktruppen erhalten und dadurch gezielt an anderer Stelle des Schlachtfelds eingesetzt werden.

Drei Space-Marine-Fraktionen, drei unterschiedliche Ansätze

Mit den neuen Regeln zeigt sich erneut, wie unterschiedlich die einzelnen Space-Marine-Fraktionen trotz ihrer gemeinsamen Grundlage funktionieren.

Die Space Wolves erhalten mehr Flexibilität bei ihren Graumähnen und einen aggressiveren Ansatz für Champions of Fenris. Die Black Templars verbinden ihre traditionellen Templergelübde mit den neuen Kampfdoktrinen. Die Deathwatch erhält dagegen ein besonders flexibles Unterstützungskontingent, mit dem Kill Teams auch in anderen Space-Marine-Armeen eingesetzt werden können. Die neuen Regeln werden mit der Veröffentlichung des Codex: Space Marines in der Warhammer-40.000-App verfügbar. Die Vorbestellungen für den neuen Codex starten an diesem Wochenende.

Damit setzt Games Workshop die Überarbeitung der verschiedenen Space-Marine-Fraktionen fort. Nach Blood Angels und Dark Angels folgen nun Space Wolves, Black Templars und Deathwatch.

 

> Schaut euch hier die Änderungen zu Blood Angels und Dark Angels an

Quellen:

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